Cenote:

Im Dschungelbereich entlang der Riviera Maya findet man hunderte von Wassergefluteten Tunnel- und Hoehlensystemen. Diese bezeichnet man als „Cenotes“

Das Wort “Cenote” kommt aus der Maya-Sprache, „Dzonot“, und bedeutet “heiliger Brunnen“. Die „heiligen Brunnen“ bildeten in der Maya Mythologie den Eingang zu einer parallelen Unterwelt, dem Haus der Goetter und Geister.

Die Halbinsel Yucatan besteht weitgehendst aus aus Kalkgestein. Durch die poroese Natur des Gesteins, ist er regendurchlaessig , wodurch ueber die Jahrtausende Hoehlen in einer Vielzahl entstanden.

In diesen bildeten sich mit der Zeit Stalagmiten und Stalaktiten – einige von unermesslicher Groesse. Nach der letzten Eiszeit wurden die tiefsten von ihnen mit Tauwasser gefuellt.

Die „Cenotes“ sind der Weg, die Hoehlen zu betreten. Sie wurden gebildet, als die Decken der Hoehlen einstuerzten und offene Bereiche hinterliessen. Ueber die Zeit wurden auch diese durch den Regen geflutet.

Die mit Wasser gefuellten Hoehlen, weisen auf einer gewissen Tiefe „Halokline“ auf die beobachten werden koennen. Es ist ein interessanter Uebergang von Suesswasser in Salzwasser. Manchmal findet man auch „Thermokline“, eine Verbindung von heissem und kaltem Wasser, das sich wie die „Halokline“ nicht miteinander vermischt.


Die Centotes bieten wunderschoene Felsanordnungen, Fossilien, erstaunliche Stalagmiten und Stalaktiten. Ueberrascht durch faszinierende Lichteffekte, ausgeloest durch das eindringende Tageslicht, dass durch die Felsspalten in die Unterwasserwelt scheint. Dieses Zusammenspiel von Wahrnehmungen gibt einem das Gefuehl  in einer anderen Welt zu sein.

Es ist eine Erfahrung, die jeder Taucher einmal gemacht haben sollte!


Die Centotes:


Chac Mool ist bekannt fuer das Licht, das durch die verschiedenen Felsoeffnungen in die Hoehle eindringt. An den sonnigen Tagen erlebt man gerade im Eingangsbereich lasershowartige Lichteffekte. Eine weiter Besonderheit ist der Dom, in den man auftauchen kann und normal atmet. In Chac Mool beobachtet man zudem das ueberwaeltigende Spektakel der „Halokline“ (s.o.).
Tiefe: 12m/40ft


Ponderosa (oder auch „El Eden“) praesentiert grosse Felsformationen, eingehuellt in Pflanzen aller Art. Man begegnet einer grossen Auswahl an Suesswasserfischen und Aalen. Ponderosa ist ein idealer Cenote fuer Schwimmer, Schnorchler und Tauchkurse, wenn es auf dem Meer rau zu geht.
Die Hoehle bietet teilweise sehr grosse Raeume mit einfallendem Tageslicht.

Tiefe: 14m/46ft


Dos Ojos bedeutet „zwei Augen“ und ist nach den zwei kreisfoermigen, nebeneinander gelegenen Eingaengen benannt. In dieser Cenote besuchen wir zudem eine Fledermaushoehle. Interessant ist die Ansammlung der verschiedenen Stalagmiten und Stalaktiten.
Um diese zerbrechliche Welt zu schuetzen, ist es unbedingt erforderlich eine gute Austarierung zu haben.

Tiefe: 10m/33ft


Kukulkan ist ein Teil des Cenotensystems „Chac Mool“ (s.o.). Der Eingang  besteht aus einem natuerlichen Wasserbecken. Nach ungefaehr 10m kann man schon das Spektakel der „Halokline“, das Zusammenspiel von Salz- und Suesswasser, beobachten. Durch das einfallende Sonnenlicht und der dadurch entstehenden Reflektionen, erlebt man ein unbeschreibliches Lichterspiel.
21m/70ft


Chikin Ha vereint mehrere Hoehlensysteme, mit mehr als 10km Unterwasserpassagen.Waehrend eines Tauchganges kann man die nahegelegene Regenbogen-Cenote  besuchen. Hier laesst sich ebenfalls das Schauspiel von „Haloklinen“ beobachten.
Tiefe: 15m/50ft


Tajma Ha die Hoehlentour fuehrt vom Eingang in einen grossen Unterwasserraum, der unterhalb einer mit Luftgefuellten Fledermaushoehle liegt. Waehrend der Sommermonate dringt Sonnenlicht ein und erzeugt Lasershow artige Effekte. Auf dem Boden verteilt liegen hunderte von Stalaktiten. Eine Gegebenheit, die moeglicherweise durch ein Erdbeben entstanden ist. Es lassen sich neben „Haloklinen“ auch viele Fossilien finden.
Tiefe: 15m/50ft


Casa Cenote verzweigt das zweit groesste Hoehlensystem der Welt. Es ist direkt am Meer gelegen und kann nur als „Cenote“ bezeichnet werden, da es noch von einer kurzen Landbruecke vom Meer getrennt ist. Beim Tauchen findet man Blaukrabben, gruene Muraenen sowie Tarpune. Die verwachsenen Moose und Felsformationen, geben einem das Gefuehl, eine Art Unterwasserdschungel zu durchqueren.
Tiefe: 10m/32ft


Calavera (span. Totenkopf) erlangte seinen Namen durch die drei Oeffnungen oberhalb der Hoehle, die an einen Totenkopf erinnern. Das Abenteuer beginnt gleich am Anfang, durch einen drei Meter Sprung, um ins Wasser zu gelangen. Erst danach befindet man sich in einer Kammer, die man von oben nur teilweise sehen kann. Waehrend des Tauchganges gelangt man spiralfoermig, durch dies Passagen, langsam wieder nach oben. Das Licht, das durch die Schaedeloeffnung hinein scheint gibt eine wundervolle Atmosphaere. Es gibt viele Winkel, Ritzen und Fossilien zu erforschen.
Tiefe: 16m/52ft


Gran Cenote ist Teil des Cenotesystems von „Sac Aktun“, was „weisse Hoehle“ in Maya bedeutet. Mit seinem kristallklarem Wasser, seiner Groesse und Schoenheit, zieht dieser Cenote jeden Taucher in seinen Bann.  Durch die hellen Waende und das einfallende Licht, entsteht eine traeumerische Atmosphaere. Besonders schoen sind die Stalagmiten und Stalaktiten und mit ein wenig Glueck begegnet man sogar einer Schildkroete.
Tiefe: 10m/33ft


Aktun Ha oder auch „Car Wash“, ist ein Cenote, der Nahe an der Strasse gelegen ist. Dadurch war dieser Platz vor vielen Jahren ein perfekter Ort, um Taxis zu waschen, wodurch er seinen Zweitnamen erhielt. Heute ist es ein sehr beliebtes Ziel fuer Hoehlentaucher und Schwimmer. 
Der Tauchgang kann sowohl Stromabwaerts wie auch -aufwaerts mit der dortigen Quelle vorgenommen werden. Der Tauchgang fuehrt unter Anderem durch Wurzeln und umgestuerzte Baume, wodurch eine maerchenhafte Landschaft gestaltet wird.

Tiefe: 16m/53ft


Angletina, „kleiner Engel“, ist der am weitesten entfernte Cenote von Playa del Carmen. Er besteht aus nur einer grossen Hoehle, die aber knapp 60m tief ist. An den Waenden und Einbuchtungen sind teilweise riesige Stalaktiten, die wir bewundern koennen und die an eine Zeit erinnern, in der dieser Cenote noch einen sehr viel niedrigeren Wasserstand hatte. Die Besonderheit ist der gigantische Kegel aus Schutt, der auf eine Hoehe von knapp 15m unter der Wasseroberflaeche ragt. Wie der Name es schon erwaehnt, hat der Cenote die Schoenheit eines Engels.
Tiefe: 40m130ft


The Pit ist wohl der aufregendste und spektakulaerste Cenote. Durch seine Lage im Dschungel ist er schwer erreichbar und damit ein echter Geheimtipp. Seine maximal Tiefe liegt bei 120m. Um ins Wasser zu gelangen, ist entweder ein Sprung aus 6m erforderlich oder das Hineinklettern von der Seite. Mit seinem tuerkis farbenen Wasser und unglaublichen Stalagmiten/Stalaktiten, mit seiner enormen Sichtweite und einer dennoch unendlich scheinenden Tiefe, ist „The Pit“ ein echtes Abenteuer!
Tiefe: 40m/130ft

! Taucher mit einem Zertifikat fuer offenes Gewaesser (Open Water Diver) koennen in Centoes tauchen,  da diese geoeffneten Hoehlen einen schnellen Zugang zur Wasseroberflaeche bieten !